Heilige Formeln Mantras und Yantras – direkte Wege zum Göttlichen

von Sri Kaleshwar

[Originally printed in Wendezeit 03/2007, Visionen 05/2007, und Pulsar 03/2008]

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Wie wurden Jesus, Buddha, Shirdi Sai Baba, Ramana Mahrshi und Ramakrishna Paramahansa zu machtvollsten göttlichen Seelen? Warum konnten Shirdi Baba, Jesus oder Buddha Wunder vollbringen, und warum gelingt das so genannten „normalen“ Menschen nicht? Warum fällt es manchen Menschen leichter als anderen, spirituelle Kräfte zu erlangen. Liegt es an ihrer aktuellen unermüdlichen Meditationsarbeit, an ihrer Meditationskraft aus früheren Leben, oder ist es einfach Glück oder die Hilfe ihres Meisters? Ist es möglich, dieselben Erfahrungen wie diese Heiligen zu machen? Wie sind sie überhaupt zu Heiligen geworden? Denn sie sind nicht einfach vom Himmel gefallen, sondern wurden auch als Menschen geboren.

Die Seele jedes Menschen ist ein Teil von Gott. In dieser Hinsicht sind wir alle gleich. Wir entstammen alle demselben großartigen URSPRUNG. Viele ignorieren jedoch ihre wahre Größe, weil sie das Gefühl haben, im Dunkeln zu stehen. Ihr selbst seid Meister, nur wisst ihr es nicht. Ihr habt viele Fähigkeiten. Ein unglaublich großes Licht liegt in euch verborgen. Durch bestimmte spirituelle Prozesse könnt ihr es zum Vorschein bringen, und dann ist alles möglich. Alles, was ihr dafür braucht, ist eine Anleitung.

Kosmische Energie integrieren und einsetzen

Vor vielen tausend Jahren hatten die Menschen im alten Indien reine Herzen voller Hingabe. Ihr größter Wunsch war es, die göttliche Wunderenergie zu erfahren. Sie kreierten Mantren – Gebetsformeln, mit denen sie viele Engel anzogen. Das war ihre Technik. Die indische Wissenschaft war damals voll auf die Sonne, die Engel und die übernatürlichen, geistigen Kräfte ausgerichtet. Seinerzeit hatte die gesamte Wissenschaft nur mit diesen Kräften zu tun. Ihre Technologie bestand darin, mit den Seelen zu arbeiten.

Alle Informationen, die in den 2000 bis 5000 Jahre alten Manuskripten stehen und bis heute erhalten geblieben sind, wurden der Menschheit von den Engeln übermittelt: übernatürliche Formeln – Mantren und Yantren –, mit denen man die kosmische Energie herbeiziehen und in sich integrieren kann. Die nächsten Schritte bestehen darin, diese Energie für Heilungen und Wunder einsetzen und ihre Auswirkungen handhaben zu lernen.

Mit Gott ist alles möglich, wenn man erst einmal die perfekten Formeln, die richtigen Kanäle (Zugänge) und die kosmische Energie kennt. Diese Informationen waren seit Tausenden von Jahren verschollen. Sie wurden geheim gehalten. Die spirituellen Meister haben sie nicht veröffentlicht, und wenn sie etwas preisgaben, teilten sie nicht die perfekten Anleitungen mit.

Viele Heilige reden nur über die Veden, die Bhagavad Gita, die Mahabharata. All das zu lesen ist bereichernd, aber es heutzutage anzuwenden ist unmöglich, weil unser Leben heute ein anderes ist als das vor Tausenden von Jahren. Im heutigen Kali Yuga, wie die Inder dieses Zeitalter nennen, arbeiten der Geist und die Psyche der Menschen auf andere Weise. In der gegenwärtigen Situation benötigen wir Wissen, das direkte Wege zum Göttlichen ermöglicht.

Direkte Erfahrung des Göttlichen ist unerlässlich

Ohne die Kraft der kosmischen Energie können wir den meisten Menschen nicht helfen, auch wenn wir noch so schöne Reden halten. Wir müssen den Menschen Energie geben, die eine so starke Wirkung hat, dass sie sich in Gott verlieben und diese Liebe in ihnen wächst. Neunzig Prozent der heutigen spirituellen Lehrer sind gute Redner, sind aber nicht in der Lage, den Menschen zu Satchitananda, zum wahren Glück, zu verhelfen. Es ist wichtig, Menschen Erfahrungen und Shakti (Energie) zu vermitteln. Erst durch die spirituellen Erfahrungen wird Bhakti, die Liebe, geboren.

Manche Menschen meditieren seit drei, zehn oder dreißig Jahren, und nichts passiert. Das ist schrecklich. Sie machen keine Erfahrungen – nichts. Es ist ein großes Unrecht, euch in einem spirituellen Gefängnis gefangen zu halten. Wenn ihr eure Zeit damit vergeudet, ständig zu kämpfen und euch abzumühen, werdet ihr sehr unglücklich.

Hunderte von spirituellen Schülern aus den unterschiedlichsten Ländern kommen zu mir und beklagen sich: „Wir haben viel Zeit aufgewandt, empfingen aber nur normalen Darshan. Wir singen Bhajans (spirituelle Lieder), wir machen Seva (freiwillige Dienste), aber keine Erfahrungen. Wir spüren keine Energie in uns wachsen. Tag für Tag haben wir das Gefühl, dass es mit uns bergab geht.“ – Der Weg der liebenden Hingabe (Bhakti) ist gut, ich schätze ihn wirklich. Aber wann ist dieser Weg der richtige? Wenn ihr sehr, sehr alt seid und euer Körper die Meditationen nicht mehr verkraften kann, dann ist der Weg der Hingabe passend.

Ramakrishna Paramahamsa sprach jeden Tag mit der Göttlichen Mutter. Von seinem Schüler Vivekananda hat er nie verlangt: „Verehre mich einfach. Du brauchst nur jeden Tag Bhajans für mich zu singen.“ Stattdessen gab er ihm die Anweisung: „Geh, setz dich hin und meditiere.“ – Das ist für jeden Menschen, sogar für unglaublich hohe Seelen, der einzige Weg, sich mit den Göttlichen Energien zu verbinden. Geht, setzt euch hin und meditiert, um euch mit Energie aufzuladen. Dann verbindet euch mit den Aspekten der göttlichen Schöpfung, die ihr euch für euer Leben wünscht.

Ihr müsst diesen Prozess durchlaufen. Ihr müsst die Energie herbeiziehen und durch eine Reinigung gehen. Ihr müsst die Energie in euch aufnehmen, um bestimmte Fähigkeiten zu erhalten und zu entwickeln. Ohne Übung und harte Arbeit lässt sich kein Erfolg in der Spiritualität erzielen. Wenn ihr euch am meisten auf euch selbst und die Meditation konzentriert, entwickeln sich automatisch Glaube, Willenskraft und Geduld. Alles wird zu euch kommen, wenn ihr das mit offenem, reinem Herzen durchführt.

Ohne Meditation kein Erfolg

Meine klare Botschaft an alle ist: Ihr werdet so viel Erfolg haben, wie ihr Japas (Mantra-Meditationen) macht. Meditationskraft ist Meditationskraft. Wenn ihr die Japas mit starker Inspiration durchführt, erzielt ihr für eure Seele und euren Lebensweg den größten Erfolg. Die Japas haben die höchste Priorität, in den Meditationen könnte ihre eure Seele mit kosmischer Energie aufladen. Nichts anderes im Universum kann eure Seele mit einer so hohen Schwingung aufladen. Wenn ihr erst einmal sehr stark aufgeladen seid, wird euch jegliche Negativität nicht mehr viel anhaben können. Ihr verfügt dann über starke Willenskraft, Zuversicht, höchste Widerstandskraft und göttliche Schutzkreise.

Wir können unsere Energie anheben und unser Drittes Auge (das spirituelle Auge zwischen den Augenbrauen, die Verbindung zur Seele, zum Höheren Selbst und zu Gott) stärken. Wenn euer Drittes Auge stark ist, werdet ihr in der Lage sein, euren Geist (engl.: mind) unter Kontrolle zu bekommen. Das stärkt euer Herz, so dass ihr nicht mehr so leicht an gebrochenem Herzen leidet. Dann wird eure Art zu denken stabiler und eure Seelenkapazität steigt an. Wenn eure Seele sehr stark wird, seid ihr in der Lage, euch mit dem Übernatürlichen zu verbinden.

Die Seele gleicht einem Küken im Ei: Durch bestimmte Prozesse könnt ihr einen inneren Mechanismus in eurem Körper in Gang bringen, der sich mit dem Schöpfungsmechanismus in einem Ei vergleichen lässt. Eines Tages könnte ihr wie ein Küken aus dem Ei herausschlüpfen. Das nennt man Seelenreise: aus dem Körper heraustreten und wieder in den Körper hineingehen.

Nur spirituelle Prozesse ermöglichen spirituelle Fähigkeiten

Ihr könnt, ohne dass es euch bewusst ist, bestimmte übernatürliche Fähigkeiten in euch wecken. Darin liegt die tiefe Bedeutung hinter all den Japas. Das ist der Grund, warum die Rishis, Yogis und Maharishis jahrelang unter Bäumen saßen und meditierten. Aber ihr braucht nicht zig Jahre damit zu verbringen, die richtigen Formeln zu suchen. Eine Reihe von Heiligen hat bereits ganz spezifische Formeln entdeckt und uns hinterlassen. Zu unserem Glück. Diese Kanäle oder Zugänge gibt es immer noch, und die Natur hält diese Türen für uns offen. Das uralte göttliche Wissen kehrt wieder zurück, und wenn ihr dieses Wissen anwendet, werdet ihr Resultate erzielen.

Wenn ihr beginnt, diese Energie in euch zu integrieren, könnt ihr die Ergebnisse spüren. Gewisse Dinge werden möglich, nachdem ihr bestimmte Gebete, Meditationen und Kanäle praktiziert habt. Erst dadurch kann die übernatürliche Energie mit eurer Seelenenergie kommunizieren und zusammenarbeiten, um eure Wünsche zu erfüllen.

Neunzig Prozent aller Heiligen lehren einen einfachen Weg: „Liebe, sei glücklich, sei gut, tue Gutes und siehe Gutes. Liebe einfach die Menschen. Ihr werdet alles erhalten, indem ihr einfach die Menschen liebt.“ Ich stimme dem hundertprozentig zu; aber wer sich wirklich spirituelle Erleuchtung wünscht, dem werden diese Worte nicht helfen. Es wird denen nicht helfen, die sich nach inneren Erfahrungen sehnen und bestimmte übernatürliche Dinge sehen möchten.

In einigen Traditionen wird behauptet, es sei leicht, alles durch die Liebe zu erreichen. Dem widerspreche ich. Ja, ihr könnt die Liebe der Göttlichen Mutter gewinnen. Aber wenn ihr Ihre Mechanismen kennen lernen wollt, reicht Liebe allein nicht aus, um die tiefere Bedeutung Ihrer Prüfungen zu verstehen. Wir wollen die Natur Ihrer Schöpfung begreifen. Das ist die höchste Stufe.

Es ist unmöglich, nur durch Liebe die Stufe zu erreichen, auf der man den inneren Mechanismus der Göttlichen Mutter verstehen kann. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Nehmt irgendeinen spirituellen Meister als Beispiel und lest, was er durchmachen musste. Ihr selbst müsst auch durch diese Stufen der Reinigung gehen, um die Energien in euch aufzunehmen und bestimmte Fähigkeiten zu erlangen. Erst dann habt ihr es geschafft.

Es gibt keinen anderen Weg als sich hinzusetzen und zu meditieren, um die hohen Energie-Kanäle zu erlangen. Auch diejenigen, die in ihren vergangenen Leben meditiert und einiges erreicht oder Hilfe von jemandem bekommen haben, müssen meditieren. Deshalb sage ich immer: „Meditiert!“ Die Schwingungen öffnen automatisch euer Herz und laden eure Seele mit Energie auf.

Mantra und Yantra für höchste Seelenenergie

Jeder Heilige oder jede andere Person, die in der Spiritualität das Höchste erreichen möchte, muss durch drei Türen gehen: Mantra, Yantra und die Kombination dieser beiden Energien. Wenn wir ein Mantra und ein Yantra kombinieren und diese beiden Energien anwenden, erschaffen wir eine neue hohe göttliche Energie. Ihr rezitiert ein Mantra und visualisiert im Dritten Auge ein Yantra, um diese neue Energie zu erschaffen. Verfehlt ihr auch nur eine Tür, könnt ihr euer Ziel nicht erreichen.

„Mantra“ bedeutet „göttliche Schwingung“. „Yantra“ bedeutet „Seelendiagramm“, in dem sich die verborgene Energie befindet. Mit dem Mantra könnt ihr die Energie aufnehmen und sie weitergeben. Während ihr Mantren rezitiert, könnt ihr in tiefster Trance Visionen der Yantren sehen. Dann könnt ihr die Energie des Mantras und Yantras gemeinsam anwenden, ähnlich dem Gas, das eine Flamme zum Brennen bringt. Diese hohe göttliche Energie besitzt eine überaus starke Wirkung. Etwas Höheres und Stärkeres gibt es nicht.

Im Wesentlichen geht es darum, mit den Seelen- und Engel-Kanälen zu arbeiten, Engel herbeizurufen, mit ihnen zu kommunizieren und ihre Hilfe in Anspruch zu nehmen. Durch die spirituellen Prozesse könnt ihr eure eigene Energie anheben, euch mit der Göttlichen Mutter verbinden und mit ihr reden. Wenn ihr einmal Ihre Energie erfahren habt, ist diese Energie immer in euch. Sie reinigt alles in eurem Umkreis. Eure Seele wird dann zu einer göttlichen Seele.

Nachdem ihr euren göttlichen Kern selbst erkannt habt, könnt ihr auch andere göttliche Seelen im Universum erkennen. Ihr könnt euch durch eure Energie mit jeder göttlichen Seele verbinden. Wenn ihr euch mit Shirdi Babas Seele, mit der Seele von Jesus oder der heiligen Maria verbinden wollt, könnt ihr selbst diesen Kanal (Zugang) herstellen und eine Beziehung zu ihnen aufbauen.

Sri Kaleshwar, 1973 in Andra Pradesh, Südindien geboren, meditierte schon in jungen Jahren unter der inneren geistigen Führung von Shirdi Baba. Er studierte die uralten Palmblattbücher der Rishis und praktizierte insbesondere mit den darin beschriebenen Mantras und Yantras. 1993 ließ er sich, nach Jahren der Wanderschaft und Praxis, im südindischen Dorf Penukonda nieder, wo er einen Ashram aufbaute. Im Februar 2007 erhielt er in Anerkennung seiner humanitären Dienste die Ehrendoktorwürde der Universität für Komplementärmedizin in Malaysia.

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