Den Meister testen

Es war Ende des Jahres 2006 und ich war Swami nie zuvor begegnet. Ich hatte nun fast 20 Jahre lang Spiritualität studiert und gelehrt, und ich wusste dass ein Meister erscheinen würde, wenn der Student so weit ist. Nach 20 Jahren Meditation spürte ich, dass ich bereit war, nun schließlich meinen Weg in Richtung der endgültigen Einheit mit Gott zu beschreiten. Ich wusste, dass ich dafür einen Erleuchteten Meister brauche, der mich durch diese letzten Schritte führt. Allein war es unmöglich.

Mein größtes Ziel in meinem Leben war es, meinen wahren Lehrer zu finden, aber ich hatte eine vorgefasste Vorstellung davon, wie ein Swami zu sein hat und zu was er fähig sein muss. Und so schrieb ich mich für ein Interview mit Sri Kaleshwar in Tokio ein.

Ich entschied, dass wenn Sri Kaleshwar wirklich Eins mit Gott ist, er in der Lage sein muss, meine Gedanken zu lesen. Ich entschied auch, dass er fähig sein muss, einen Edelstein zu erschaffen. Ein Wunder aus erster Hand zu sehen und zu erfahren war ein Muss in meinem Buch. So fragte ich innerlich nach einem Beweis, dass Sri Kaleshwar wahrhaftig ein Erleuchteter indischer Meister ist. Ich wusste, dass ich ihn testete, aber falls er der Lehrer sein sollte, nach dem ich suchte, wenn er meine „Tests“ bestehen würde, dann würde ich ihm meine Seele und mein Leben geben und seinen Lehren folgen. Das war ein bedeutendes Treffen für mich.

Von meinen Freunden hatte ich gehört, dass Sri Kaleshwar fähig ist Ringe, Ketten und Vibhuti (heilige Asche) zu manifestieren. Aus irgendwelchen Gründen hielt ich gedanklich an dem Bild von einem Edelstein fest. Ich wollte auch einen Beweis, dass er meine Gedanken lesen konnte.

Während ich auf mein Interview wartete, dachte ich die ganze Zeit nach: `Jetzt wird alles beginnen`. Ich ging in das kleine Zimmer hinter dem Konferenzraum. Wir waren zu fünft und setzten uns vor Swami. Er schaute mich direkt an und sagte: „Jetzt wird alles beginnen.“ Es verschlug mir fast die Sprache als ich realisierte, dass er meine Gedanken gelesen hatte.

Nachdem er sich alle unsere Fragen angehört hatte und für Jeden Ringe manifestiert hatte, schaute er mich an und sagte: „Streck deine Hand aus.“ Ich tat es und während dem er tief in meine Augen schaute, schwang er seine rechte Hand zwei oder dreimal im Kreis. Zwischen seinem Daumen und seinem Zeigefinger erschien der wohl schönste Edelstein. Er legte ihn vorsichtig in meine Hand. Meine Fragen waren beantwortet und meine Zweifel hatten sich aufgelöst.

Die Liebe, die von ihm ausstrahlte, umgab uns alle. Hier war ein Mensch, der Gott erlaubt hatte, ihn vollkommen zu durchdringen. Ich war zu Hause angekommen. Bis zum heutigen Tag ist der von dem Edelstein erschaffene Schein ein Licht aus einer anderen Welt. Danke Swami und Baba. Mein Leben ist mit euch Beiden vollkommen.

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