The Energy Channels of Jesus

[Originally printed in Wendezeit 03/2008 and Visionen 03/2008]

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Der indische Meister Sri Kaleshwar spricht über seinen „Abkürzungsweg“ zur Göttlichkeit, über Jesus Christus und über Methoden, glücklich zu werden.

In seinem Ashram im südindischen Penukonda lehrt der 35-jährige Meister Sri Kaleshwar westlichen Studenten das indische Heilwissen, das in den Jahrtausende alten Palmblättern überliefert ist. Sri Kaleshwar veröffentlicht in Kürze ein Buch über Jesus, sein Leben und seinen Erleuchtungsweg in Indien und über die Meditationstechniken, mit denen man sich direkt mit dem Göttlichen verbinden kann. Er ist der Meinung, dass ein spiritueller Meister seine Studenten auf dieselbe Stufe der Meisterschaft bringen muss.

Frage: Deine spirituelle Arbeit konzentriert sich vor allem auf westliche Studenten aus Europa und Amerika. Können Menschen, die im Westen aufgewachsen sind, die Segnungen der indischen Tradition empfangen?

Sri Kaleshwar: Ich habe meinen westlichen Studenten sehr viele Prozesse und Energiekanäle zur Reinigung gegeben und so eine sehr starke Reinigung in ihrem Leben in Gang gesetzt. Tausende von Menschen haben sie durchgeführt und großen Erfolg erzielt. Sie haben voller Freude einen sehr disziplinierten Weg beschritten und wissen nun, worin der Sinn ihres Lebens besteht. Sie sind für sich selbst, aber gleichzeitig auch für andere da.

Die Tradition, die ich lehre, ist ein Abkürzungsweg. Wenn du diesen Weg und die Energiekanäle klar kennst, kannst du unglaubliche spirituelle Erfahrungen machen. Ohne Erfahrungen ist es schwer, das Herz zu öffnen. Jesus z.B. hat seinen Studenten zu einigen Erfahrungen verholfen und das war der Grund, warum sie fest an ihn glaubten und ihm nachfolgten.

Du scheinst Jesus sehr zu bewundern. Du nennst ihn den „großen Boss“ und hast in deinem Ashram sogar einen Tempel erbaut, der Jesus geweiht ist. Welche Beziehung hast du zu Jesus?

Ich habe ihn, seine Energie auf diesem Planeten sehr gern. Er ist ein sehr mächtiges Wesen und er hat mir bei Problemen verschiedener Leute geholfen. Er ist ein wunderbarer Freund, ein Meister. Jesus Christus sagte voraus, dass seine Studenten kraftvollere Meister werden würden als er. Das ist wahr. Es bedeutet, dass er einen Teil seiner Seelenenergie auf andere Seelen, auf seine Studenten überträgt, um sie zu erwecken und ihnen bestimmte Fähigkeiten zu geben.

Heute gibt es sehr viele unterschiedliche Meinungen über das Leben von Jesus Christus. Wer wirklich an Jesus glaubt und an ihn denkt, sollte sich durch all diese kontroversen Standpunkte nicht beirren lassen. So kannst du deine Seele glücklich machen.

Du bist der Meinung, Jesus sei nach Indien gekommen und habe bei verschiedenen Meistern studiert und Erleuchtung und Heilfähigkeiten in Indien erlangt. Du hast auch besondere Kanäle gelehrt, die du „Jesus-Kanäle“ nennst…

Was ich in meiner Meditation gesehen habe, zeigte mir, dass Jesus nach Indien kam und Indien bereiste. Er arbeitete mit vielen schönen Seelen zusammen. Du wirst sehen, sehr bald wird seine wahre Lebensgeschichte an die Öffentlichkeit kommen. Die Welt ist jetzt bereit dafür – die Herzen sind jetzt offen. Die Menschen wollen die Wahrheit erfahren.

Bedeutet das, dass sich etwas Neues im Westen entwickeln wird?

Ja. Es gibt bereits ziemlich großen Erfolg im Westen. Die westlichen Studenten sind sehr schöne Seelen, aber bislang war niemand im Umgang mit ihnen stark genug. Der Meister muss die Wünsche seiner Studenten verstehen und sich hauptsächlich um ihre Gefühle kümmern. Erst dann bist du für deine Studenten ein kraftvoller, erfolgreicher Meister.

Mir sind viele Drogenabhängige, Alkoholiker und verrückte Frauenhelden begegnet. Ich bringe sie dazu, allmählich damit aufzuhören, so dass sie wieder zu sich kommen und in tiefe Stille gehen können. Das ist wichtig. Die Seele entspannt, indem man bestimmte Mantren und Gebete rezitiert und dadurch gewisse Schwingungen in der Seele empfängt. Das bringt zunehmend innere Stille. Das ist genug: Innerer Frieden. Was braucht ein Mensch sonst auf der Welt?

Was ist deiner Ansicht nach das größte Problem in den westlichen Ländern?

Es gibt nicht genügend Liebe. Die meisten Menschen wollen andere dominieren, sie wollen Macht.

Gibt es ein Heilmittel für die vielen gebrochenen Herzen?

Ja. Wer an gebrochenem Herzen leidet, sollte viel Zeit in der Natur verbringen und ruhig und friedlich mit sich allein bleiben. Das ist eine sehr gute Lösung. Wenn diese Menschen beginnen, sehr ruhig und friedlich für sich zu sein, beginnt automatisch die Heilung. Innere Stille hat sehr viel mit Spiritualität zu tun. Gott bedeutet nichts anderes als Frieden und Liebe. Wenn Menschen beginnen, liebevoller mit sich und der Gesellschaft umzugehen, werden sie sich der ganzen Erde gegenüber sehr liebevoll verhalten. Dann werden sie mit der Waffe der Liebe in der Lage sein, jedes beliebige Problem aufzulösen.

Im Westen bestehen manchmal Vorurteile und Ängste gegenüber dem Konzept eines Gurus und seinen Studenten. Wie wichtig ist ein Guru in der Spiritualität der heutigen Zeit?

Ein Guru zu sein bedeutet, dass er sich um seine Studenten kümmern muss.

Heutzutage werden viele Gurus auf ganz verrückte Weise kritisiert. Teilweise ist es auch die Schuld der Studenten, die den Meister verwöhnen, in ihre Kontrolle bringen und manchmal Vorteile daraus ziehen wollen, wenn der Meister sehr freundlich zu ihnen ist. Dann zieht auch der Meister Vorteile aus seinen Studenten. Es geschieht nicht nur einseitig, beide Seiten sind beteiligt. Ein Meister muss vollkommen diszipliniert sein, strikt auf Distanz bleiben und gleichzeitig freundlich sein – dann entstehen keine kontroversen Standpunkte.

Braucht man wirklich einen Meister oder Guru, um Gott zu erreichen?

In der Anfangsphase, ja, da braucht man jemanden. Einen Meister zu haben, muss nicht bedeuten, dass man ihn das ganze Leben lang braucht. Dieses Konzept ist falsch. Er ist dein Freund, dein Helfer, der dich anleitet, bis du dich später um dich selbst kümmern kannst. Wenn du irgendetwas Spezielles lernen willst, brauchst du jemanden, der dir in der Anfangsphase hilft.

Einige westliche Studenten sind starke Heiler und Meister. Sie besitzen auch sehr viel Bewusstsein. Es gibt also nicht nur indische Heilige und Gurus. Es gibt viele verschiedene Meister auf der Welt, aber die Botschaft, die Information, die sie von Gott und der kosmischen Energie erhalten, ist dieselbe.

Du sagst, dass es wichtig ist, Gott nicht nur in einer Vision, sondern mit den physischen Augen zu sehen. Ist Gott nicht einfach formlose Energie?

Man kann Ihn auf beide Arten sehen, aber es ist empfehlenswert, eine wirklich starke Erfahrung zu haben. Vielleicht träumst du wunderschöne Träume oder siehst ein schönes Licht oder das Göttliche in irgendeiner Form. Es gibt viele Ebenen. Ich schreibe jetzt ein ganz neues Buch darüber, wie man sich mit den Kanälen der Göttlichen Mutter verbinden kann.

Was ist das endgültige Ziel in der Spiritualität?

Zu wissen, wer du bist und welche Aufgabe du hast.

Was ist die wichtigste Botschaft, die du der Welt geben möchtest?

Jeder muss Frieden auf der Erde schaffen. Wir müssen uns alle umeinander kümmern. Du musst dich um den Schmerz anderer Menschen kümmern. Auch wenn du viele Probleme hast, musst du irgendwie helfen, wenn jemand in Schwierigkeiten ist. Darum sind wir hier. Kreiert Prema Loka, den Planeten der reinen Liebe. Gewinnt Freunde, die in jeder Lage zu euch stehen. Versucht, so viele aufrichtige, offenherzige und wirklich liebevolle Freunde wie möglich zu gewinnen. Das ist der Himmel. Alles Gute.

Vielen Dank für das Gespräch.

Danke auch. Es war ein schönes Interview.

ZUR PERSON

Sri Kaleshwar, 1973 in Andra Pradesh, Südindien geboren, meditierte schon in jungen Jahren unter der inneren geistigen Führung seines spirituellen Meisters Shirdi Sai Baba. Er studierte die uralten Palmblattbücher der Rishis und praktizierte insbesondere mit den darin beschriebenen Mantras und Yantras. Nach Jahren der Wanderschaft und Praxis ließ er sich 1993 im südindischen Dorf Penukonda nieder, wo er einen Ashram aufbaute. Vor kurzem gründete er die Soul University, an der Menschen aus aller Welt diese Lehren intensiv studieren können. Im Februar 2007 erhielt er in Anerkennung seiner humanitären Dienste die Ehrendoktorwürde der Universität für Komplementärmedizin in Malaysia.

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